Das perfekte Nackensteak

Was ist eigentlich perfekt? Eigentlich alles was einem besonders gut schmeckt. Ich bin immer nach der Suche, nach dem gewissen Extra, um daraus eine Perfektion zu erzeugen. Wie grille ich eigentlich das, in meine Augen,  perfekte Nackensteak?

Vorwort

Eigentlich ist ein Nackensteak das wohl bekannteste Grillsteak überhaupt. Vollgekleistert mit unterschiedlichsten Marinaden, dampfend auf einem Tankstellen-Grill, zu Kohlenstoff verwandelt. So kennen die meisten Nackensteaks.

Das perfekte Nackensteak beginnt schon beim Fleisch. Es müssen nicht unbedingt Edelrassen sein – auch wenn diese natürlich alles toppen. Gutes Fleisch vom Fleischer des Vertrauens ist hier einfach unerlässlich. Mindestens zwei Finger dick geschnitten, oder selbst schneiden. Ist der Fleischer top, könnt ihr auch gerne geschnittene Steaks holen. Abgepackte Nackensteaks würde ich pauschal meiden. Frische und Qualität steht über dem Schutzgas, das zur Konservierung gerne genommen wird.

Marinade: Ganz schwieriges, aber auch wichtiges Thema. Wie mariniere ich? Womit mariniere ich? Mariniere ich überhaubt? Wichtig ist eine ganz einfache Grundregel: Wir werden das Fleisch in einer Kombination aus direkter Hitze und indirekter Hitze zubereiten. Das heißt, alles was bei 400 °C und mehr verbrennt, einfach weg lassen. Was ich gerne tue ist das Steak zu „Parfümieren“. Das heißt, ich öle es ganz leicht mit Salz und Knoblauch ein und lasse es etwas ziehen. Das geht auch mit scharfen Gewürzen. Vor dem Grillen tupfe ich das Steak trocken. Im indirekten Bereich wird das Steak wieder mit dem Gewürzöl bepinselt.

Zutaten

  • Nackensteaks
  • Öl
  • Salz
  • Knoblauch
  • ggf. Chili
  • Limette

Zubereitung

Als erstes bereite ich die Öle vor, mit denen ich das Fleisch parfümieren möchte. Dazu tue ich Salz, Öl, Knoblauch und Limettensaft zusammen. Wer es scharf mag, hat jetzt die Möglichkeit ordentlich mit Chili zu arbeiten.

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Das Fleisch wird einige Zeit darin eingelegt. Ich persönlich bin gegen das üppige Einlegen in Bier, da hier der Fleischgeschmack zu sehr ausgewaschen wird. Aber auch das ist nur meine persönliche Meinung. Ich bin der Meinung das alles was schmeckt pauschal schon mal richtig ist. 🙂

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Ganz wichtig! Die Marinade wird nicht weg gekippt. Damit wird das Nackensteak in der indirekten Grillzone später veredelt.

Grillsetup

Wie schon geschrieben, werden wir gleich zunächst direkt grillen und anschließend das Steak in die direkte Zone verschieben.

Dazu wird der Grill erst einmal für 5-10 Minuten ordentlich auf Temperatur gebracht. In der Zwischenzeit wird das Nackensteak, mit Küchenpapier, trocken getupft. Das ist ganz wichtig, da sonst Öl in die Glut tropfen würde. Das sorgt für unangenehm riechende Flammen.

Jetzt kommen die Nacken Steaks endlich auf den Grill. Ein Nackensteak darf nur einmal gewendet werden. Auf der anderen Seite sammelt sich Fleischsaft, der jedesmal in die Glut fließt. Das sorgt für gefährliche Dämpfe. Also Deckel zu, Timer auf 3 Minuten stellen und Geduld haben.

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Auch wenn man es dem Steak nicht ansieht, aber es lag über lange Zeit in einer leckeren Marinade. Der Geschmack ist im Fleisch und verbrennt nicht.

Nachdem die Steaks von beiden Seiten 3 Minuten lang, direkt, gegrillt wurden, kommen sie in die indirekte Zone.

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Jetzt wird wieder gepinselt. In der indirekten Zone verbrennt nichts mehr. Also her mit den leckeren italienischen Kräutern in Öl.

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Sehen die Steaks nicht geil aus? Nichts verbrannt, Röstaromen dran und dennoch saftig.

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Die Variante mit Chilis war auch verdammt lecker.

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