Schweinskarree gespickt mit Nelken und Rosmarin

Treue Leser kennen ja meine Vorliebe für das Schweine Kotlette. Nicht umsonst taucht es in vielen meiner Rezepte auf.

Die Krönung ist ein ganzer Kotlette Strang, auch Schweinskarree genannt. Bestrichen mit einer Senfpaste und mit Rosmarin und Neckel gespickt wird daraus ein herrliches Gericht ausreichend für 10 Personen.

Zutaten

  • 3,5 kg Schweinskarree
  • Nelken
  • Knoblauch
  • Senf
  • Rosmarin
  • Meersalz

Equipment

Vorbereitung

Die Zubereitung ist insgesamt sehr einfach. Das einzige was ihr benötigt ist Zeit. Ihr benötigt mindestens 8 Stunden (Vorbeitung + Grillzeit).

Bei mir hat das Timeing perfekt gestimmt. Das Karree war fertig, als die Gäste kamen. Wie ihr Zeit „strecken“ könnt, um auf den Punkt genau fertig zu werden, erzähle ich euch später.

 

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Die Vorbereitung ist sehr einfach und kann am Tag des Grillen geschehen. Die Schwarte wird mit einem scharfen Messer eingeschnitten. Im Gegensatz zu den extrem zähen Schwarten, wie ihr sie von einer Haxe kennt, lässt sich die Schwarte sehr schön einschneiden. Bitte nicht zu Tief. Die Schwarte genügt.

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An den Schnittkreuzungen werden Nelken platziert. In die Schnittbahnen werden Rosmarinzweige gesteckt. Die Nelken geben nachher perfekt den Geschmack in das Fleisch ab. – Kleiner Tipp: Reibt die Schwarte vorher noch mit Meersalz ein. Hatte ich nicht gemacht. War nicht schlimm, konnte ja nachsalzen, aber wer es jetzt schon tut hat definitiv das Tüpfelchen auf dem i.

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Die Marinade habe ich wie folgt zubereitet:

  • Senf
  • Salz
  • Senfkörner
  • Knoblauch
  • frischer Rosmarin.

Die Marinade kommt erst beim Grill Setup auf das Fleisch. Das geht auf dem Grill am Besten.

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Es ist reichlich Fläche zum Bestreichen vorhanden. So kann die Marinade flächendeckend in das Fleisch einwirken.

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Grill Setup

  • Kugelgrill
  • Indirektes Grillen
  • Minionring
  • Grilldauer 8 Stunden
  • Temperatur 100  – 120 °C
  • Kerntemperatur ca. 67 °C
  • Leichtes Räuchern mit Apfel Wood Chips

Ich habe den Grill bereits am Vortag vorbereitet. Das kann ich sehr empfehlen. Am Tag des großen BBQ ist immer genug zu tun. Und so ein Minionring will doch schön gelegt sein. In die Mitte kommt wieder die Gastroschale, welche später mit Bier gefüllt wird.

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Jetzt wird die Marinade auf das Fleisch gestrichen. Dazu gehört auch die Knochenreihe. Da ist reichlich Fleisch dazwischen. Die Schwarte wird nicht bestrichen.

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Hier ist es ganz gut zu sehen. Ein mächtiges Stück Fleisch.

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Jetzt kommt wirklich die Krönung. Als hätten es die Schweden geahnt, das die Topfdeckelhalter der Norm eines Schweinskarree entsprechen müssen.

Die Knochenseite zeigt zur Seite, wo der Minionring gestartet wird. So gestützt kann das Fett perfekt in die Auffangschale abtropfen.

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Perfekter kann das Fleisch nicht positioniert sein. Und ja, der Deckel ging (gerade) noch zu!

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Ich empfehle unbedingt, die Verwendung einer gute Temperaturüberwachung. Ein BBQ Funkthermometer ist hier sehr zu empfehlen.

Ich habe mich dafür entschieden, eine Sonde direkt über das Fleisch zu positionieren. Die andere Sonde wurde so tief wie möglich, inkl. dem schwarzen Ende, in das Fleisch gesteckt.

Wir peilen eine Temperatur im Kugelgrill zwischen 100 und 120 °C an.

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Jetzt geht der Deckel zu. Eine ganze Hand mit Räuchchips sorgt gleich für ordentlichen Rauch. Ab jetzt heißt es warten.

Die Temperatur kann recht gut reguliert werden, indem Kohle weggenommen oder hinzugefügt wird. Im Großen kann der Grill aber in Ruhe gelassen werden. So habt ihr 8 Stunden bequem Zeit, die Party vorzubereiten.

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Nach knapp 8 Stunden ist die Kerntemperatur erreicht. Sollte das zu früh sein, ist das kein Beinbruch. Unterbrecht den Minionring und reduziert die Kohle. Peilt eine Garraumtemperatur von 80 °C an. Dann könnt ihr das ganze locker um einige Stunden strecken.

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Auf dem Grill war noch genügend Platz um leckere Backpflaumen im Speckmantel zu platzieren. So ein kleiner, leckerer Zwischensnack kann nie schaden.

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Wahnsinn oder?

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Jetzt werden die Koteletts geschnitten. Immer schön, mit einem scharfen Messer, zwischen den Knochen schneiden. Das Messer geht durch das zarte Fleisch wie durch warme Butter.

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Eine Scheibe ist meist zu Viel für eine Person, daher empfiehlt es sich kleine Tranchen zu schneiden.

Die Nelken haben hervorragenden Geschmack in das Fleisch abgeben, ohne Aufdringlich zu sein. Die Marinade war perfekt. Die Kruste hätte ich vorher salzen sollen. Der Mangel konnte hinterher aber leicht korrigiert werden. Ansonsten perfekt, und doch rechte einfach zu grillen.

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Am nächsten Tag

Wer knapp 3 kg Schweinekarree nicht schafft, muss sich keine Sorgen machen. Es ist gar kein Problem die Reste am nächsten Tag wieder, auf dem Grill, aufzuwärmen.

Lasst die Hitze in der Kugel nicht zu heiß werden. ca. 150 °C genügen. Bei einer Kerntemperatur um die 67 °C könnt ihr das Fleisch erneut anschneiden.

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An der Saftigkeit geht dabei kaum etwas verloren.

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Auch am nächsten Tag ist so ein Stück vom Karree immer noch ein leckerer Genuss.

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